Start › Referenzen › werkzeugrakete.de
Fallstudie 3 von 4 · Lektion: Zweifel vorher ausräumen
werkzeugrakete.de
Profi-Werkzeug von Bosch, Makita und FLEX, dazu die Eigenmarke SCHWÄBLE. Die Lektion steckt in drei Sätzen, die ganz oben stehen.
- Meine Rolle
- Konzept, Aufbau, Betrieb
- Technik
- Shopify
- Marken
- Bosch, Makita, FLEX, SCHWÄBLE
- Besonderheit
- Eigenmarke im Mehrmarken-Shop
Die Ausgangslage
Ein Mehrmarken-Shop hat ein Glaubwürdigkeitsproblem, das ein Markenshop nicht hat. Bei roteswerkzeug.de trägt die Marke Milwaukee einen Teil des Vertrauens. Bei einem Shop, der Bosch, Makita und FLEX gleichzeitig führt, fragt sich der Besucher: Wer sind die eigentlich?
Dazu kommt die Eigenmarke SCHWÄBLE. Eine Eigenmarke ist betriebswirtschaftlich attraktiv und beim Kunden erst einmal verdächtig, sie hat keinen Namen, für den jemand bürgt.
Ein Handwerker, der ein Werkzeug für mehrere hundert oder tausend Euro bestellt, hat in dem Moment drei sehr konkrete Zweifel. Nicht abstrakte Bedenken: drei Fragen, die er beantwortet haben will, bevor er auf „Kaufen" drückt.
Die Entscheidung
Diese drei Zweifel wurden nicht auf Unterseiten verteilt, wo sie normalerweise landen, Versandinformationen, Zahlungsarten, Über uns. Sie stehen direkt über dem Fold, als drei kurze Aussagen:
- „Vom stationären Fachhändler", mit der vollen Adresse darunter, Gutenbergstraße 41 in Metzingen. Kein Postfach, kein Coworking-Space. Ein Laden, in den man hineingehen kann.
- „Kostenlos zu dir ab 100 €", Versandkosten geklärt, bevor sie im Warenkorb zur unangenehmen Überraschung werden.
- „Jetzt bestellen, später bezahlen", weil ein Handwerker das Werkzeug häufig für einen Auftrag braucht, der erst später bezahlt wird.
Und die Eigenmarke SCHWÄBLE steht nicht versteckt zwischen den großen Namen, sondern offen daneben, mit Startpaketen ab 29,90 €. Wer selbstbewusst zu seiner Eigenmarke steht, wirkt glaubwürdiger als wer sie tarnt.
Das Ergebnis
Die drei Aussagen kosten zusammen keine drei Zeilen und beantworten die Fragen, bei denen Bestellungen sonst abbrechen. Sie funktionieren, weil sie nicht werben, sondern informieren.
Der Teil, der dich betrifft
Was das für deine Website bedeutet
Dein Kunde hat auch drei Zweifel. Bei ihm geht es nicht um Versandkosten, sondern um mehr Geld als jede Werkzeugbestellung.
Wer eine Badsanierung beauftragt, lässt einen Fremden wochenlang in seine Wohnung und zahlt einen fünfstelligen Betrag. Die Zweifel sind entsprechend größer: Kommt der überhaupt? Was kostet es am Ende wirklich? Und wenn danach etwas tropft, erreiche ich dann jemanden?
Auf den meisten Handwerker-Websites stehen die Antworten nirgends. Stattdessen steht dort „kompetent, zuverlässig, termingerecht", drei Adjektive, die jeder Wettbewerber auch schreibt und die deshalb nichts bedeuten.
Ein konkreter Satz schlägt drei Adjektive. „Angebot innerhalb von 48 Stunden" ist nachprüfbar. „Zuverlässig" ist es nicht.
Deine drei Sätze über dem Fold
Statt Adjektive: nachprüfbare Aussagen. Zum Beispiel
- „Angebot innerhalb von 48 Stunden, schriftlich und verbindlich"
- „Festpreis. Nachträge nur, wenn du sie vorher freigibst"
- „Im Umkreis von 40 km um Metzingen, innerhalb eines Werktags vor Ort"
- „Meisterbetrieb seit 1998, elf Mitarbeiter, vier Fahrzeuge"
- „Notdienst: erreichbar bis 22 Uhr, Anfahrt 89 €"
Jeder dieser Sätze räumt einen Zweifel aus. Und jeder verpflichtet dich zu etwas , genau deshalb glaubt man sie.